Neun Monate

Eine Geburt will gut vorbereitet sein. Ich habe mir gut neun Monate dafür Zeit genommen. In dieser Zeit ist aus einem kleinen Zellhäuflein alles gewachsen, das mich bereit macht für ein Leben ausserhalb der schützenden Umgebung im Bauch der Mutter.

Meine ersten Eindrücke

Obwohl noch nicht geboren, habe ich schon viel erlebt. Überall hin hat mich meine Mutter mitgenommen und mir viel erzählt von dem, was sie gerade tut oder sieht. Arbeiten im Büro, wandern in den Bergen, Heidelbeeren pflücken (wie die wohl schmecken?), schwimmen im See.

Die 41. Woche

Mir hat es zu gut gefallen im Bauch meiner Mutter: ich wollte gar nicht raus. Nach 41 Wochen haben die Ärzte beschlossen, dass es jetzt Zeit sei, da ich sonst ernsthafte Schwierigkeiten bekommen könnte. Das war auch gut so, denn ich war in der Zwischenzeit schon sehr gross geworden, beinahe zu gross, um auf dem normalen Weg an die frische Luft zu gelangen.

Die Geburt am 3. September

Viele Stunden habe ich mir den Weg nach draussen erkämpft, unterstützt in der ersten Zeit vor allem durch meine Mutter, später auch durch ein ganzes Team von Ärzten und Hebammen. Dem Chefarzt gelang es schliesslich, mich um 10:05 herauszubefördern.

Es war ein Riesenstress für alle Beteiligten. Kein Wunder, bringe ich doch stolze 4030g auf die Waage und messe 55.5cm. Die anderen Neugeborenen sind richtige Winzlinge neben mir.

Zum Glück ging alles noch gut. Gott sei Dank dafür! Zwar ist mein Kopf arg strapaziert von Saugglocke und Zange, aber ich erhole mich gut.

Erstaunlich ...
Ultraschall

Gerade mal acht Wochen alt war ich, da konnten mich meine Eltern zum ersten mal bewundern.

Matthias
Matthias ist eine Kurzform des biblischen Namens Mattathias, was "von Gott gegeben" bedeutet.